Hochmolekulare Kohlenhydrate

Glucose / Glycogen / Insulin

Glycogen besteht aus vielen Glucosebausteinen und gehört in die Gruppe der Kohlenhydrate. In tierischen Zellen ist Glycogen die Speicherform der Kohlenhydrate, während in pflanzlichen Zellen Kohlenhydrate in Form der Stärke gespeichert werden. Glycogen dient so als Energiespeicher, der bei Bedarf abgebaut wird. Für eine optimale Leistungsfähigkeit des Körpers, insbesondere auch bei intensivem sportlichem Training, sind gut gefüllte Glycogenspeicher sehr wichtig, was besonders durch einen hohen Kohlenhydratanteil in der Ernährung gewährleistet werden kann.
Zur Auffüllung der Glycogenspeicher eignen sich alle Kohlenhydrate, also Einfach- und Zweifachzucker (z. B. Glucose, Saccharose) sowie Mehrfachzucker (Stärke). Der grösste Anteil der Kohlenhydrate sollte jedoch aus Mehrfachzucker (z. B. Stärke) aufgenommen werden, da Lebensmittel, die reich an Mehrfachzuckern sind, meistens gleichzeitig auch Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe liefern (z. B. Vollkornbrot, Vollkorngetreideprodukte, Kartoffeln, Reis, Gemüse).

Die Bedeutung von Insulin

Insulin wird nicht ohne Grund als das "stärkste anabole Hormon" bezeichnet.
Schon seit Jahren wird Insulin im Bodybuilding und im Kraftsport zum Aufbau von Kraft und Muskelmasse eingesetzt. Das Transporthormon Insulin sorgt nämlich für die Einlagerungen, der für den Muskelaufbau und Kraftaufbau notwendigen Aminosäuren und Kohlenhydrate plus weiterer Substanzen wie etwa Creatin und Monohydrat in die Muskelzelle. Am einfachsten und effektivsten lässt sich die körpereigene Insulinproduktion durch die Zufuhr von Kohlenhydraten aktivieren.

Die richtigen Kohlenhydrate
Niedrigmolekulare Kohlenhydrate:
D-Glucose-Monohydrat und Maltobiose zählen zu den niedrigmolekularen Kohlenhydraten. Die Anbieter von reinen hochmolekularen Kohlenhydraten behaupten, dass sich damit die gleiche Insulinwirkung wie mit niedrigmolekularen Kohlenhydraten erzielen lasse. Eine Behauptung, die wissenschaftlich widerlegt wurde und so definitiv nicht richtig ist.
Fakt ist: Unterschiedliche Kohlenhydrate führen zu einer unterschiedlich starken Beeinflussung des Blutzuckerspiegels. So entstehen z. B. bei Verabreichung einer gleichen Kohlenhydratmenge unterschiedlich starke Blutzuckerspiegel-Reaktionen. In diesem Zusammenhang kommt der sogenannte glykämische Index (GI) ins Spiel. Gemessen wird dabei der Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Verzehr verschiedener Kohlenhydratarten.
Langkettige Kohlenhydrate (hochmolekular) verursachen nachweislich eine geringere glykämische Reaktion als etwa reine Glucose (niedrigmolekular). Da die körpereigene Insulinausschüttung abhängig vom Blutzuckerspiegel erfolgt, wird klar, dass eine stärkere Beeinflussung des Blutzuckerspiegels auch eine stärkere Insulinausschüttung nach sich zieht.
Im Klartext:
Je höher der Glykämische Index der Kohlenhydrate, desto höher die Insulinausschüttung. Die Kohlenhydratarten D-Glucose-Monohydrat (GI 100) und Maltobiose (GI 105) verfügen über die höchsten GI-Werte und führen zu einer maximalen Stimulation der körpereigenen Insulinausschüttung.

Hochmolekulare Kohlenhydrate:
Maisstärke zählt zu den hochmolekularen Kohlenhydraten. In Verbindung mit Wasser ergibt sich eine Lösung, die trotz hypertoner Eigenschaft eine geringe Osmolalität besitzt.
Die Osmolalität gibt an, wie Wasser und andere Substanzen durch die Zellmembran ins Zellinnere dringen können. Je niedriger die Osmolalität, desto einfacher und schneller erfolgt der Transport durch die Zellmembran. Die Einlagerung der zugeführten Kohlenhydrate als Glycogen u.a. in die Muskelzellen geschieht schneller und effektiver. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber hochkonzentrierten Kohlenhydratkonzentraten aus reiner Dextrose (Traubenzucker) oder Maltodextrin. Diese Kohlenhydrate ergeben mit Wasser vermischt eine stark hypertone Lösung mit hoher Osmolalität, welche der Darmwand und damit dem Körper zunächst Flüssigkeit entziehen und den Magen dadurch aufblähen können.

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