Protein (Eiweiss)

Ist Ihr Protein-Supplement beschädigt?

Die meisten hochwertigen Ergänzungsmittel bestehen aus Milchprodukten wie Kasein und Molke. Einige enthalten beide Proteine, andere nur Molke und Mischungen anderer Proteine wie Soja. Molke wird in unterschiedlicher Form verarbeitet. Zerkochte Proteine werden oft denaturalisiert - und die Hitze beschädigt dabei die Aminosäuren, aus denen sie bestehen. Überbehandelte Proteine sind zudem schlechter verdaulich und können die Aufnahme anderer Proteine stören.

Je weniger erwärmt, desto besser die Qualität der Proteine. Wichtig ist auch, wie viel Zucker das Supplement enthält. Werden Zucker und Proteine erhitzt, kommt es zur Maillard -Reaktion - einer chemischen Version der Karamellisierung, wobei das Nahrungsmittel beim Kochen zerfällt - und die Proteine werden beschädigt. Besonders reaktionsfreudig unter diesen Bedingungen ist die essenzielle Aminosäure Lysin. Wird

Lysin bei der Maillard-Reaktion beschädigt, bildet es den Stoff Furosin. Ein hoher Furosin Anteil in einem Supplement weist auf beschädigte Proteine hin. Das vermindert den Wert des Proteins und schränkt die Verdaulichkeit ein.

Kürzlich wurde in einer Studie untersucht, was geschieht, wenn häufig benutzte Protein-Supplemente auf Milchbasis behandelt werden. 19 Zutaten und 13 Sport-Supplemente aus aller Welt wurden auf ihren Furosin-Gehalt untersucht:
Soja enthielt am wenigsten, vermutlich, weil es nicht viel Lysin enthält. Unter den getesteten Milchproteinen hatte Kasein am wenigsten Furosin, weil es nicht so stark behandelt wird wie Molke. Das gilt besonders für das hochwertige naturbelassene mizellare Kasein. Molkenproteinisolat (WPI), das mehr Protein und weniger Zucker als Molkenproteinkonzentrat (WPQ hat, enthielt auch weniger Furosin als WPC enthält nämlich mehr Laktose (sechs bis acht Prozent) als WPI (unter einem Prozent). Der Laktoseanteil macht das Protein anfälliger für die Maillard-Reaktion, und die Aminosäuren werden beschädigt.

Und was bedeutet das für Sie?
Nehmen Sie hochwertige Proteine, die in erster Linie Molkenproteinisolat oder eine Kombination aus Whey, EGG und Kasein enthalten.
WPI hat im Schnitt 86,8 Prozent Protein, WPC nur 13,4 Prozent. Der höhere Laktoseanteil macht WPC zu einem Füllerprotein, das für den Hersteller billiger ist, aber zu einem schnelleren Qualitätsverlust führt. Und ein hoher Furosin-Anteil führt auch noch zu einer schlechteren Aufnahme der anderen Proteine.

Bricht von Jerry Brainum


Diese Seite per Mail weiter empfehlen.