Anabolika ist das?

Anabolika

Anabolika

Anabolika (anabole Steroide) was ist das?

Anabolika sind künstlich hergestellte Hormone.
Alle Anabolikapräparate, die im Sport verwendet werden, gehen auf das männliche Geschlechtshormon Testosteron zurück. Beim Testosteron unterscheidet man eine androgene (die männlichen Geschlechtsmerkmale beeinflussende) und eine anabole (stoffwechselbegünstigende, muskelaufbauende) Wirkung.
Bei der Herstellung der synthetischen Anabolikaprodukte hat man deshalb versucht,
die anabole Komponente auszunutzen. Die androgene Anteil bleibt jedoch als Nebenwirkung erhalten.

Nach dem Dopingfall Ben Johnson bei den Olympischen Spielen 1988 wurde die Kontrolle der Athleten verstärkt (unangekündigte Trainingskontrollen, allerdings nicht in allen Ländern). Der Anabolikamissbrauch ging danach deutlich zurück, die Leistungen in verschieden Sportarten (v.a Leichtathletik) ebenfalls.

Sämtliche Anabolika gehen auf das Testosteron, dem wichtigsten männlichen Geschlechtshormon zurück.

Testosteron besitzt zwei wichtige Eigenschaften:
Zum einen wirkt es auf die inneren und äusseren männlichen Geschlechtsmerkmale (androgene Wirkung), zum anderen wirkt es auf den Stoffwechsel, insbesondere auf den Eiweissstoffwechsel.

Es begünstigt den Eiweissaufbau (anabole Wirkung) in der Skelettmuskulatur, der Körperfettanteil wird vermindert, anabole und androgene Wirkungen bestimmen das männliche Erscheinungsbild.

Allerdings gibt es über die Wirksamkeit sehr unterschiedliche Meinungen. Einige Wissenschaftler gehen sogar von einem reinen Placeboeffekt aus, andere vermuten eine starke Verbesserung der Höchstleistungen in allen Kraft- und Schnellkraftsportarten.
Die Unterschiede in der sportlichen Leistung (v.a. Kraft/Schnellkraft) legen diesen Schluss nahe.
Beim geschlechtsreifen Mann liegen die Testosteron-Spiegel im Blut 20--40mal höher als bei der Frau.

Ergebnis des Anabolikadopings waren dann aber auch Athletinnen mit sehr tiefer Stimme und mehr oder minder starkem Bartwuchs. Allgemein kann man sagen, dass eine regelmässige Einnahme von Anabolika bei Sportlerinnen sehr viel stärkere Leistungssteigerung hervorruft. Grund dafür dürfte der o.g. 20 40-mal niedrigere Grundtestosteronspiegel im Blut der Frauen sein.

Nebenwirkungen von Steroiden

Längst helfen nicht mehr nur Spitzensportler nach, wenn die Leistungsfähigkeit an Grenzen stösst. Seit Mitte der 70er Jahre greifen zunehmend auch Freizeitsportler, vor allem Bodybuilder, zu Dopingmittel. Bis zu 45% der Besucher von Sportstudios versuchen, ihren Muskelaufbau mit gängigen anabolen Steroiden zu steigern. Sie gebrauchen aber auch in der Tierzucht verwendete Mittel oder hierzulande nicht handelsübliche, über den Schwarzmarkt bezogene Abkömmlinge. Über Risiken wie Hodenschrumpfung (resp. Klitorisvergrösserung), Unfruchtbarkeit, Lebererkrankungen und -tumoren, Gelbsucht, Herzschäden, Heraustreten der Augäpfel, Brustdrüsenwachstum (beim Mann) und Prostatakrebs wissen die Anwender meist kaum etwas. Hauterscheinungen wie schwerer Akne kommt eine Signalwirkung für Anabolikamissbrauch zu. Auch psychische Auswirkungen geben zu Besorgnis Anlass: Bei regelmässigem Gebrauch mit hohen Dosierungen fallen nicht selten paranoide, schizophrene, aggressive, asoziale, narzisstische und theatralische Wesensänderungen auf. Soweit rückblickende Befragungen der Bodybuilder eine Einschätzung erlauben, unterschieden sich die Charaktere vor Beginn des Missbrauchs nicht wesentlich von denen der Durchschnittsbevölkerung. Nach Absetzen der Anabolika wird auch sehr häufig schwere Depressionen beobachtet.

Steroide oder Natural?

Eine der wichtigsten und entscheidendsten Fragen, die sich jeder Athlet eines Tages stellt, ist die, ob er Steroide einsetzen soll oder nicht. Besonders in letzter Zeit werden die Steroidnutzer jünger und so scheint es, auch immer gleichgültiger gegenüber den Folgen des Steroidkonsums.

Da es heutzutage durch gezielte Ernährung und moderne Trainingstechniken jedem möglich ist, innerhalb kürzester Zeit an seine genetische Grenze zu stossen, ohne Steroide und Supplements zu benutzen, lässt sich der Angelpunkt dieser Entscheidung auf eine einzige Frage reduzieren: Will ich massiger sein, als mir von Natur aus möglich ist?
Wenn Sie ständig mehr als das wiegen möchten, so werden Sie immer wieder Stoffen müssen.

Sicherlich werden nun manche sagen, dass sie bis zu Ihrer genetischen Grenze mit Steroiden vorstossen möchten und dann aufhören werden. Die Praxis zeigt leider, dass dies meist nur leere Versprechungen sind. Die meisten haben keine Vorstellung davon, wie schwierig es ist aus dem Steroidsumpf herauszukommen. Da Bodybuilding bei den meisten Trainierenden irgendwann mal zu einer Art Sucht wird und einen nicht zu kleinen Teil Ihres Lebens bestimmt, ist auch der Wunsch nach immer mehr Masse schnell vorhanden und der Weg für Steroidkonsum geglättet.

Also sollte man in dem Fall, dass man bis zur seiner gen. Grenze will und nicht weiter, von vornherein auf Steroide verzichten.

Jetzt kommen schon die Fragen: aber was ist mit z. B. Kreatin oder Prohormonen?
Der fliessende Übergang von Supplements zu Anabolika ist ein weiteres Problem. Es ist mit der Einstiegsdrogenproblematik von Marihuana vergleichbar. Mann kann tatsächlich sagen bis PH und nicht weiter, es kann aber auch der Auslöser dazu sein, mal "ein ganz schwaches Mittel, wie Primobolan" auszuprobieren usw.

Obgleich PH in vielen Staaten wie z. B. USA legal sind, greifen sie in den Hormonhaushalt ein. Als Grenze zwischen Supplements und den "härteren Sachen" sollte also Kreatin angesehen werden.

Die genetische Grenze in kg (bei Männern) liegt bei den meisten im Bereich Körpergrösse minus 80 bis 90. Sprich ein 180 cm grosser Athlet sollte je nach gen. Veranlagung zwischen 90 und 100 kg natural erreichen und zwar bei geringem Körperfettanteil. Da es wirklich nur äusserst selten echte Hardgainer gibt, sollten durch ein wenig Trickserei ca. 18 kg möglich sein. Dies sind mind. 45er Arme, durchdefiniert, welche bereits gigantisch aussehen, d. h., JEDER wird sie anstarren und Sie beneiden. In den Zeitschriften liest man von 55er und 60er Armen, dies sind verständlicherweise Angaben aus der Offline Season, wenn noch Fett darüber liegt. Arnold Schwarzenegger gewann einen Mr. Olympia mit 50er Armen, es wird sogar gemunkelt, dass es nur 49 cm waren.

Viele denken, diese Personen nehmen Anabolika ein und werden gross und stark ohne jegliche Probleme. Dem ist nicht so, so mancher Athlet muss die Nebenwirkungen eines Mittels bekämpfen, welches die Nebenwirkungen eines Steroids bekämpft ... Die wirklich massigen Wettkampfathleten sind NICHT gesund und NICHT fit, 24 Runden schnelles Laufen ums Stadion würden sie nicht ohne Schaden überstehen. Die Probleme während und nach einer Kur sind so mannigfaltig, dass es vollkommen den Rahmen sprengen würde, diese hier aufzulisten.

Eigentlich nicht so wichtig, aber nicht zu vernachlässigen sind die hohen Kosten. Eine dreimonatige Kur (durchgehend Deca Durabolin, erste Hälfte Dianabol, zweite Hälfte Sustanon plus Proviron und Spiropent) kostet ca. 500-800 DM. Haben Sie schon mal die Entwässerung und Masse-/Kraftverlust nach einer Kur erlebt, wissen Sie, wovon ich spreche, wenn ich sage, dass ein nicht geringer Teil der Masse und damit Ihres Geldes nach kurzer Zeit verloren ist. Besonders im Hinblick darauf, dass die meisten BB nicht wissen, wie man richtig absetzt.

Bei den heutigen Trainingstechniken, wie Heavy Duty, High Intensity Training, Super Slow und Static Contraction ist es kein Problem, es dem Steroidbenutzer, was die Massezunahme angeht, gleichzutun und zwar ohne mit den Problemen kämpfen zu müssen, welche er erleiden muss. Unterhalb der Grenze des Machbaren ist es ist völlig unnötig, Steroide zu benutzen. Wohlgemerkt sei, dass je mehr sie sich Ihrer genetischen Grenze nähern, es immer schwieriger wird, Masse aufzubauen. Dies sollten Sie jedoch als Herausforderung sehen, und wenn Sie keine Massezunahme mehr erreichen, können Sie sich auf Ihre Kraft oder Ausdauer konzentrieren. Es ist immer möglich noch etwas zu verbessern, diese Verbesserungen werden Sie für viele Jahre beschäftigen.

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