WEIBLICHE MUSKELN

sind für sportliche Leistungen anerkannt, aus ästhetischen Gründen aber suspekt.

Charles Gaines, Autor von "Pumping Iron", nannte Frauen, die ihre Muskeln aus ästhetischen Gründen trainieren, einen "neuen Archetypus". Schliesslich gibt es in der Geschichte viele Männer, die wegen ihres muskulösen Körpers bewundert wurden, von den alten Griechen über Michelangelo bis zu den heutigen Sportlern. Aber ganz gleich, wie lange Sie suchen, Sie werden keine Frauen finden. Was man heute im weiblichen Bodybuilding, Figur- und Fitnesssport sieht, ist tatsächlich etwas völlig Neues.

Auch wenn sich die Verbände und Kampfrichter noch sträuben: Diese Frauen sind alle Bodybuilderinnen, die Unterschiede sind höchstens graduell. Athletinnen aus dem Fitnessbereich wirken nur weniger kontrovers. Die WWE-Wrestlerin China ist massiver als viele Bodybuilderinnen und war doch zweimal im Playboy. Neben vielen Bodybuilderinnen ist Tennisspielerin Serena Williams ein wahrer Gigant. Aber in den Sportzeitungen wird ihr Status als Frau nicht infrage gestellt. Sehen Sie sich die Muskeln der besten Sprinterinnen an: Sie alle sehen aus, als würden sie Bodybuilding betreiben.

Leider liegt das Problem wohl darin, dass man Frauen-Bodybuilding nicht akzeptiert. Der Muskelaufbau für sportliche Leistungen wird anerkannt, aber wenn man ihn aus ästhetischen Gründen betreibt, ist das suspekt. Also geht es gar nicht um die Muskeln, sondern um das Umfeld.

Da die ganze Idee des weiblichen Bodybuilding noch so neu und revolutionär ist, stossen diese Frauen natürlich auf kulturelle Widerstände. Aber vergessen Sie die Angriffe, denken Sie stattdessen an die Erfolge. Seit dem Anfang der 1980er Jahre wird der weibliche Körper ganz anders gesehen. Weibliche Athleten haben hart mit den Gewichten gearbeitet und können nun stolz ihren Körper zeigen. Schauspielerinnen, Models und andere absolvieren regelmässig Work-outs oder engagieren Personal-Trainer. Sie wollen muskulöse Körper, die vor ein paar Jahrzehnten noch undenkbar gewesen wären.

Sexuell attraktive Frauen sind in unserer Kultur fast immer jung gewesen. Jedes Jahr erscheinen neue, gerade volljährige Schönheitsköniginnen und lösen die Siegerinnen aus dem letzten Jahr ab. Models beginnen ihre Karriere oft mit 14 und sind mit Ende 20 aus dem Geschäft. Sobald aus Mädchen Frauen werden, lässt die Nachfrage nach. Denken Sie an die Behauptung aus dem Film "Der Club der Teufelinnen": Erfolgreiche Männer tauschen ihre Frauen im Alter gegen jüngere Trophäen ein.

Aber auch das ändert sich. Mit Trainings und Diätstrategien aus dem Bodybuilding werden Frauen mit dem Alter attraktiver und sportlicher. Unter den Top-Bodybuilderinnen findet man kaum Frauen unter 30. Sie haben den Körper reifer Frauen, nicht den heranwachsender Mädchen. Die Jugend vergeht, aber die Bodybuilderin kann sich noch über Jahrzehnte verbessern.

Die Tatsache, dass Frauen (und Männer) attraktive Körper aufbauen und erhalten, die mit dem Alter noch besser werden, ist in sich schon eine kulturelle und medizinische Revolution. Bodybuilder sehen nicht nur besser aus und bleiben es länger, sie sind auch gesünder und altern langsamer. Schliesslich lebt der moderne Homo sapiens viel länger als früher. Da ist es doch gut, dass es Trainings- und Diättechniken gibt, entwickelt in 60 Jahren Bodybuilding, die uns die Chance geben, über ein längeres Leben fit, stark, gesund und sexy zu bleiben.

Bericht von Bill Dobbins

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